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30. November 2021

Wir freuen uns über Dein Engagement!

Cornelius, Vicky und Paul erzählen, warum es sich lohnt, in den Fachschaftsrat zu kommen.


Im Interview mit den Fachschaftsratmitgliedern Cornelius, Vicky und Paul

Cornelius: „Ein bisschen Geduld und ein positives Mindset können nicht schaden"

Artikel: Johanna Steuber

Lieber Cornelius, was genau macht eigentlich der FSR?

Der FSR ist grob gesagt die Interessenvertretung der Studierenden an unserer Fakultät MK. Dazu gehören ja die Studiengänge Kultur und Management, Management im Gesundheitswesen, Tourismusmanagement, Fachübersetzen Wirtschaft und Internationale Wirtschaftskommunikation. Von allen Studierenden dieser Fachrichtungen werden jedes Semester verschiedene Stellvertreter zur Mitwirkung an der Fakultät gewählt. Wir sind dann zum einen und vor allem für die Studis da und organisieren verschiedene Veranstaltungen. Wir sind aber auch Ansprechpartner bei Problemen. Wenn jemand z.B. Probleme mit einer Dozentin hat oder mit der Stundenplanung nicht zurechtkommt. Aber auch für die Lehrenden sind wir da, um deren Anliegen an die Studis weiterzuleiten oder Auskunft über das aktuelle Stimmungsbild in der Studierendenschaft zu geben. Man könnte also sagen, wir sind zentrale Anlaufstelle für Studierendenbelange als eine Art Schnittstelle zwischen Studis und Lehrenden.

Das klingt alles so, als hättest du schon viel Erfahrung gesammelt. Wie lange bist du denn jetzt beim FSR?

Ich bin da im zweiten Semester irgendwie so reingerutscht. Im ersten Semester habe ich im Dezember die Ice-Breaker-Party in der Maus organisiert und hatte dafür Zuschüsse beim damaligen FSR beantragt. Dadurch war ich bei ein paar Sitzungen dabei und dachte mir, ja, da könnte ich mich ja eigentlich auch mit einbringen. Seitdem bin ich recht aktiv, habe dann für mein Auslandsjahr mal kurz ausgesetzt. Die letzten anderthalb Jahre habe ich mit den anderen trotz der aktuellen Situation versucht, einiges auf die Beine zu stellen.

Du bist ja in nicht allzu ferner Zukunft mit deinem Studium fertig und wirst den FSR verlassen. Welches Fazit ziehst du denn nach all der Zeit?

Ach, mir wird vor allem in Erinnerung bleiben, mit wem man immer am besten zusammen Bier trinken konnte. Nee Spaß … also ich würde sagen, dass ich wirklich viel mitnehme. Zum einen hat mir die Arbeit beim FSR dabei geholfen, hier schnell anzukommen und gleich viele Kontakte zu knüpfen. Zum anderen lernt man durch die organisatorische Tätigkeit viel dazu, über bestimmte hochschulspezifische Prozesse und über Menschen. Im Prinzip ist das auch eine Art Projektmanagement, was wir machen. Und auch so administrative Dinge sind nicht schlecht, mal gemacht zu haben, zu wissen, wie man einen Antrag schreibt oder ein Protokoll. Also ich würde sagen, mich hat die Arbeit im FSR sehr bereichert, und sicherlich sieht es auch auf dem Lebenslauf nicht schlecht aus.

Nun werbt ihr ja für das kommende Semester wieder für neue Mitglieder. Was würdest du denn jemandem mit auf den Weg geben wollen, der jetzt neu anfängt, was sollte der vielleicht auch mitbringen? 

Also an sich ist bei uns jeder und jede herzlich willkommen. Besonders schön ist immer, wenn aus jedem Studiengang ein Studi vertreten ist. Wir beim FSR profitieren natürlich auch von den unterschiedlichen Perspektiven und Expertisen der verschiedenen Studiengänge. Vorwissen an sich braucht man jetzt nicht, alles, was da wichtig ist, bekommt man von den alten Hasen dann schon ganz schnell gezeigt – also wo bekomme ich z.B. Bierbänke für eine Veranstaltung her oder ganz allgemein, wie ist die Fakultät so aufgebaut, wer ist für was zuständig. Wichtig wäre vielleicht, dass man Lust hat, etwas mitzugestalten, der FSR lebt ja von Eigeninitiative. Also ein bisschen Geduld und ein positives Mindset können sicher auch nicht schaden, aber wie gesagt: Wir freuen uns über jedes Engagement!

Vicky: „Es ist toll, wenn man dazu beitragen kann, dass sich die neuen Studis gleich willkommen fühlen“

Vicky, kannst du vielleicht einmal schildern, was so klassische Aufgaben bei der Arbeit im FSR sind?

Also aktuell haben wir alle zwei Wochen Sitzung und da klären wir ganz grundsätzlich, wer kümmert sich um welche Aufgabe – wer macht Social Media, wer kümmert sich um die Mails, um den Briefkasten, die Finanzen, wer wird in den StuRa entsendet u.s.w..

Die Tagesordnung hängt dann davon ab, was gerade ansteht und wo man sich gerade im Semester befindet. Da wir ja unter anderem eine Vermittlungsaufgabe zwischen den Lehrenden und den Studierenden haben, kommen Studis oft mit Problemen auf uns zu oder schreiben uns beispielsweise E-Mails mit ihren Anliegen. Wir beantworten diese Anfragen wöchentlich, schildern unsere Erfahrungen, geben Tipps oder leiten sie ggf. an den richtigen Ansprechpartner weiter. Nur wenn sich ein Problem dann nicht lösen lässt, leiten wir es nach oben an die Fakultätsleitung weiter und sprechen das dort an.

Im Sommer waren wir bei der Wahl des neuen Studiendekans anwesend und gewissermaßen involviert. Sonst sind wir nicht ständig im Fakultätsrat anwesend, obwohl das vielleicht manchmal sinnvoll wäre.

Wenn Veranstaltungen anstehen, teilen wir uns meist auf: Einer kümmert sich um den Raum, einer ums Einkaufen, einer um die Plakate, usw. Als wir letztens das Hörsaalkino veranstaltet haben, musste z.B. jemand das kostenlose Popcorn organisieren. Sowas ist dann zu tun.

Du bist jetzt zweieinhalb Jahre dabei. Was, würdest du sagen, hat dir bisher am meisten Freude bereitet?

Mein Highlight ist immer die Ersti-Woche. Das ist zwar auch der meiste Organisationsaufwand zu stemmen, aber das macht am Ende immer einen riesen Spaß und es ist schön, zu sehen, wie gut es bei den Erstis ankommt. Dieses Jahr hatten wir auch wieder jeden Tag einen Programmpunkt – z.B. die Wanderung (die sehr abenteuerlich war), die Stadtrallye und zum Abschluss die Brauerei-Führung. Und auch der Spieleabend ist auch extrem gut angenommen worden. Also ja, es ist toll, wenn man dazu beitragen kann, dass sich die neuen Studis dadurch gleich willkommen fühlen.

Aktuell ist es durch Corona natürlich schwierig, viel zu organisieren, aber wir versuchen trotzdem, auch jetzt im Winter ein paar Kleinigkeiten auf die Beine zu stellen - Glühwein auf dem Campus verteilen und solche Sachen.

Was würdest du dir denn für das kommende Semester für den FSR wünschen?

Neue Mitglieder wären wirklich toll. Ich glaube, dass da viele momentan noch eine Hemmschwelle haben. Aber man muss ja auch nicht gleich offizielles Mitglied werden, man kann auch einfach dazustoßen, seine Ideen mit einbringen und unterstützen. Es ist auch wirklich kein großer Aufwand damit verbunden, wie gesagt, wir tagen alle zwei Wochen und die Dinge, die zu tun sind, verteilen sich anschließend auf mehrere Köpfe und über das gesamte Semester. Ich hoffe wirklich, dass der ein oder andere Lust hat, sich uns anzuschließen.

Du sagst, ihr sucht nach neuen Mitgliedern für das kommende Semester. Welche Vorteile kann die Mitarbeit im FSR denn für Studis haben?

Ich finde, weil man Verantwortung übernehmen muss, entwickelt man sich persönlich wirklich weiter. Ich habe die Erfahrung gemacht, die Tätigkeit macht sich auch im Lebenslauf positiv bemerkbar. Meiner jetzigen Chefin hat das z.B. sehr imponiert, denn es sagt ja auch über einen aus, dass man zuverlässig und engagiert ist. Ein weiterer Vorteil für die, die BAföG bekommen, ist, dass man ein Semester länger den Anspruch darauf hat, als es die Regelstudienzeit vorgibt. UND man lernt natürlich neue Leute kennen, man kann sich auch zwischen den Matrikeln viel besser vernetzen, hat direkten Einblick in viele hochschulinterne Prozesse und ist im Gespräch mit den Dozierenden. Ich denke, das ist auch ein spannender Punkt, warum es sich lohnt, bei uns mitzumachen! 

Paul: „Ja, der FSR ist schon eine gute und wichtige Sache.“

Paul, du bist ja in diesem Semester neu zum Fachschaftsrat gestoßen. Was hat dich denn dorthin gebracht?

Ich war schon in der Schule in verschiedenen Gremien recht aktiv, als Schülersprecher und dann später auch im Kreis- bzw. Landesschülerrat.

Vom Fachschaftsrat hatte ich immer mal wieder was mitbekommen. Vor allem, wenn Veranstaltungen stattgefunden haben oder durch Anfragen des FSR als Matrikelsprecher. Aufgrund meiner Vorerfahrungen als Schüler hatte mich das gleich gereizt, mich auch im FSR zu engagieren. Solche Institutionen sind immer ein guter Ort, um neue Leute kennenzulernen, aber auch zum Wirken und etwas zu Bewirken.

Was gefällt dir denn besonders an der Arbeit im FSR?

Ich bin ja noch nicht so lange dabei, aber ich finde – gerade angesichts der Corona-Situation – haben wir dieses Semester doch schon einiges auf die Beine gestellt. Mich freut es einfach, das Miteinander zu fördern. Auch die Organisation von Veranstaltungen an sich, ist eine tolle Aufgabe. Man lernt eben jedes Mal wieder neue Sachen dazu. 

Du wirst dem FSR vermutlich noch eine Weile erhalten bleiben. Hast du denn für die kommende Zeit konkrete Pläne oder Ideen, die du umsetzen möchtest?

Wir sind grundsätzlich immer offen und auf der Suche nach neuen Ideen. Ganz allgemein hätte ich gern mal ein neues Logo für den FSR oder würde an sich auch gern einfach noch ein bisschen in die Außenwirkung investieren. Was Veranstaltungen angeht, finde ich das toll, wenn wir auch Dinge aus den vergangenen Semestern, wie z.B. die Wanderung oder auch das Hörsaalkino, was ja sehr gut besucht war, wieder aufgreifen. Ich könnte mir auch vorstellen, mal mit ein paar Studis zusammen wegzufahren, vielleicht nach Polen um die Umgebung zu erkunden. 

Warum, denkst du, ist es wichtig, dass die Fakultät auch weiterhin einen aktiven Fachschaftsrat hat?

Na vor allem, damit es weiterhin jemanden gibt, der sich um die Vernetzung in der Fakultät kümmert und jemand als Ansprechpartner für die Probleme der Studierenden zu Verfügung steht. Ohne diesen würde sich sicherlich vieles verkomplizieren. Letztens hatten wir z.B. jetzt auch die „MK Meckerstube“ organisiert, wo Studis mit ihren Problemen zu uns kommen konnten. Da haben wir vielen helfen können, zumindest schon mal zu raten, an wen sie sich deswegen wenden müssen.

Ja, der FSR ist schon eine gute und wichtige Sache. Deshalb wäre es toll, wenn wir auch nächstes Semester wieder tatkräftige Mitglieder dazu bekommen. Ich kann da auch einfach nur jedem empfehlen, sich wenigstens mal in eine Sitzung mit rein zu setzen und einfach zu schauen, was und wie wir so arbeiten. Das ist jederzeit möglich!

redaktioneller Ansprechpartner

Foto: M.A. Sebastian Benad
M.A.
Sebastian Benad
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