Detailansicht

28. Oktober 2020

Willkommen im Team HYBRID

Die HSZG erfindet sich neu: die Waage zwischen Digital und Analog.


Frau vor dem Notebook

Das Hybrid-Semester im Studiengang Kultur und Management

Mehrere Millionen Studierende starten deutschlandweit im Oktober 2020 in das neue Wintersemester – davon auch mehrere Tausend an der Hochschule Zittau/Görlitz. Über 800 Neuimmatrikulierte gibt es – hiervon sind allein 42 KuMa`s! WOW. Mein Name ist Rebecca und ich studiere im 5. Semester KUltur und MAnagement an der HSZG. Demnächst werden hier in regelmäßigen Abständen Blogartikel erscheinen, die Gott, die Welt und natürlich auch das Kultur und Management-Studium an der HSZG thematisieren. Also viel Spaß beim Lesen:

Nachdem das Sommersemester für viele Beteiligte mehr oder weniger erfolgreich über die Bühne gebracht worden ist, startet man das Wintersemester mit neuen Fahrplänen durch die Corona-bedingte Ausnahmesituation. Die Dekanin Frau Prof. Dr. oec. Ute Pflicke begrüßte virtuell Dozenten, Studierende sowie Neulinge in einem kurzen Video mit Grußworten und Hinweisen für das kommende Semester. Das Ganze sieht durchdacht und vielversprechend aus.

An der HSZG wird es „Das Hybrid-Semester“ genannt. Na, was soll das denn überhaupt bedeuten? Als angehende Bachelorette wage ich mich mal an eine Definition: Da hybrid so etwas heißen soll, wie „aus verschiedenartigem zusammengesetzt“ oder auch einfach nur „gemischt“, kann man davon ausgehen, dass die Hochschule die Präsenz- und Onlinelehre kombinieren möchte und dafür ein fancy Wort gebraucht wurde. 

Innovation, das wusste die Autoindustrie schon zeitig, kommt mit Hybriden. Wenn die Elektroreserve aufgebraucht ist, wird das Auto von zusätzlichem Kraftstoff angetrieben. So stellen wir uns das also auch für die Hybrid-Lehre vor: Nimmt uns Covid-19 die Präsenzlehre, greifen wir zum Laptopladekabel und testen unsere Mikrofone.

Somit, allen ein herzliches Willkommen im Hybrid-Semester der HSZG!

Ist ONline das neue OFFline?

Auch das Studierenden-Dasein hat unter der Pandemie gelitten. Etwas unvorbereitet traf sie die Hochschule und uns dazu. Online war das neue Offline. 

„Können Sie mich alle gut verstehen?“, fragt anscheinend knisternd der Dozent hinter seiner Kamera. Man sieht aus der Froschperspektive neben dem Professor außerdem ein kleines Zimmer mit vielen Büchern. Ob das Grundgesetz dort extra so in Szene platziert worden ist? Egal. Wir halten fest: Man kann also nicht nur von seinem eigenen Umfeld abgelenkt werden, sondern guckt sich auch entspannt mal die Räumlichkeiten des Dozenten an. 

Aus meinem Matrikel schüttelt bestimmt jeder vehement den Kopf, nur, dass es keiner sieht, weil alle die Kamera ausgeschaltet haben „für die bessere Verbindung“ – na klar, wir Füchse. Wie oft wir also in dem vergangenen halben Jahr den Kopf geschüttelt haben, und das nicht Trumps Rat Desinfektionsmittel zu trinken, galt, lässt sich nicht zählen. 

Doch das neue Semester verspricht auch hier positive Veränderungen. Man lernt schließlich nicht aus. Einen großen Respekt an dieser Stelle an die Stundenplan- und Raumgestaltung! Wir können mit großer Freude berichten, dass unser Stundenplan mehr als die Hälfte der Module als Präsenzlehre vorsieht und auch Exkursionen stattfinden sollen. Außerdem arbeiten wir zurzeit an einem Buddy-Programm, das unsere Herzen höherschlagen lässt – also Hallo, liebe KuMa-Erstsemestler! Wir freuen uns auf euch! So werden wir den Erstsemestlern mit Rat und Tat zur Seite stehen, eine kleine kulturell angehauchte Stadtführung geben und mit Ihnen nach Pommritz fahren. Dort wohnt unser geschätzter Fachstudienberater Dr. Maik Hosang, der das vom Philosophischen Institut für Ko-Kreativität im Integralis e.V. geführte LebensGut vorstellt. Auf dem Gelände in Pommritz befindet sich außerdem auch die Philosophie Erlebniswelt, die mit einzigartigen Installationen und interaktiven Modellen den Einstieg in die Kultursoziologie verschafft.

Alle ältere Matrikel sind außerdem gespannt und auch neugierig: Die Erstsemestler haben einen neuen Modulkatalog. Der sieht so cool aus, dass wir uns fragen, ob wir auch noch wechseln können. Die Änderungen sehen vor, dass die allseits beliebten und erfolgreichen Module „Recht“ und “Wirtschaftsmathematik” zum Wahlmodul werden – wo gibt`s denn sowas? Zusätzlich gibt es neue Module, über die wir selbst noch gar nicht viel wissen. Aber hier halte ich Augen und Ohren offen und berichte euch.

Wer seid denn ihr?

Nicht nur das Buddy-Programm oder der neue Modulkatalog sind ab diesem Semester neu für uns KuMa-Studierende. Während andere Matrikel und Studiengänge regelmäßig zum harten Kern schrumpfen, bekommen wir Zuwachs! Nein, niemand ist auf der letzten Corona-Party schwanger geworden, sondern die Studierenden im 3. Semester sollten eigentlich zu dieser Zeit im Ausland studieren. Doch durch die bekannte Problematik sind sechs der Dritt-Semestler zu uns ins fünfte gehüpft und arbeiten nun mit uns zusammen. Matrikelübergreifendes Lernen und Erfahrungsaustausch – spannend! Einer dieser Dritt-Semestler ist Georg. Georg ist gelernter Medientechnologe Druck und ist körperlich abhängig von Mineralwasser - er weiß, was gut für ihn ist.

Georg hätte jetzt im 3. Semester an der Unecon - der University of Economics in St. Petersburg studiert. Das hat er nun aufgeschoben - aber schlecht findet er das nicht unbedingt. Gerade in der wunderschönen kleinen Metropole Görlitz eingelebt, hat er einen Fuß in verschiedene Projekte gesetzt und sich ein großes Netzwerk aufgebaut. Die KuMa`s sind im Übrigen unteranderem auch mitverantwortlich für das Zeitgenössische Kunstfestival Zukunftsvisionen - kurz: Zuvi - welches jedes Jahr eine leerstehende Location aufleben lässt. Das hat sich Georg nicht zweimal sagen lassen und ist in diesem Jahr das zweite Mal mit dabei. Für ihn ist es eine Chance über den Tellerrand zu schauen und praktische Erfahrungen in Dingen zu sammeln, die im Studium nicht umfänglich behandelt werden, aber für uns Kulturmanager doch so relevant sind. Am Donnerstag, dem 22. Oktober um 17Uhr ist das diesjährige Kick-Off der Zuvi - du hast Bock oder bist an mehr Informationen interessiert? Meld` dich auf info(at)zuvi-festival.de und du erhältst den Ort per Mail. 

Zeitgenössische Kunst ist nicht für jeden etwas. Aber neben der Zuvi kann man sich auch wunderbar am Campus Open Air beteiligen: Das COA findet über ein langes Wochenende im Mai statt und lässt den Campus mit Live-Musik, Party, Futteralien und Drinks aufleben. Ursprünglich wurde es von KuMa`s ins Leben gerufen. Auch hier wird am 28.10. um 18Uhr ein Kick-Off in der Rabryka stattfinden. Selbes Spiel: Einfach per Mail ankündigen und ihr erhaltet mehr Informationen, wann und wo es losgeht:  info(at)campusopenair.com.

Wenn hier übrigens noch mehr als nur KuMa’s mitlesen: Ihr seid auch herzlich eingeladen, bei den Projekten mitzumischen ;)

*Achtung, ohne Spaß: wir gehen natürlich nicht auf derartige Corona-Partys.

Wahnwitz oder Bahnitz?

Schon Mitte November stellen wir uns einer Herausforderung: wir trotzen dem Virus und der weltweiten Situation und ziehen uns – natürlich unter hygienetechnisch geprüften Konzepten – in das schöne Bahnitz in Brandenburg zurück. „Entschleunigen“ wird hier großgeschrieben und mit philosophischen und künstlerischen Augen betrachtet. Das Thema Freiheit wird in diesem Semester in dem Modul Kunstwissenschaften II bestimmt aus verschiedenen Perspektiven unter die Lupe genommen. 

Bodo Rau ist der Kurator für die Kunsthalle Bahnitz. Seine Augen leuchten, wenn er vor den Kunstwerken steht und Hintergründe erklärt. Die letzte Ausstellung „Heile Welt-Idylle“ nähert sich, wie der Name schon vermuten lässt, dem Begriff der Idylle. Besonders in der Kunst finden wir Entwürfe und Vorstellungen einer idealisierten und schönen Welt wieder. Es finden sich Positionen, die sich mit dem verklärten Zustand eines besseren Lebens, den utopischen Arkadien oder anderen differierenden Ausprägungen des Phänomens “Idylle” auseinandersetzen.

Die Kunsthalle ist der Raum, in dem man durch die bildende Kunst zu anderen Gedanken verführt wird. Nichts ist so wie es scheint.

Karla Kolumna ist für euch in der ersten Reihe dabei und hält Erwartungen, Eindrücke und Erlebtes der KuMa`s wortgetreu fest. 

Und die anderen so?

Der Großteil der Dritt-Semestler sind im Ausland verteilt. Lissabon, Liberec, Vilnius. Manche haben die Möglichkeit auch dort Präsenzlehre zu haben, andere genießen das fremde Land so gut es geht und haben Online-Lehre. 

Die jetzigen siebt-Semestler – ja, wir haben die Angewohnheit durchaus mindestens ein bis drei Semester länger zu studieren – sieht man hin und wieder in der Mensa sitzen: „Ich geh gleich wieder in die Bib“ – ja ja. No stress. Neben Praktikumsbelegen, verlängerten Praktika oder der Bachelorarbeit bietet Görlitz trotz Corona-Schwierigkeiten genug Ablenkungen: Die Rabryka ist ein soziokulturelles Zentrum und bietet neben Gemüsegärten, Koch- und Spieleabenden, Konzerten, Bastel- sowie Technikstunden wirklich viel, in dem man sich bei der Gestaltung der Stadt beteiligen und Gemeinschaften aufbauen kann.  

Mit einem neu ausgerichteten Konzertsaal überzeugt auch das Gerhart-Hauptmann-Theater, bei dem ihr als Studierende besondere Konditionen erhaltet - ein Semester-Ticket oder direkt ein Jahresabo? Fragt einfach mal nach.

Neben dem Studierenden Club Maus, bei dem ihr gern Mitglied werden und hinter der Bar stehen könnt, gibt es außerdem ein paar hippe Bars, in denen wir die Seele baumeln lassen. Das HotSpot ist da ein beliebter Treffpunkt und bietet außerdem direkt daneben das Camillo: Ein kleines gemütliches Programmkino. 

Es gibt noch so viele coole Plätze in Görlitz, um das Highlife direkt mitzuerleben und mitzugestalten. Am besten, ihr erkundet es selbst einmal! 

fachlicher Ansprechpartner

Dr. phil. habil.
Maik Hosang
Fakultät Management- und Kulturwissenschaften
Standort 02826 Görlitz
Furtstraße 3
Gebäude G IV, Raum 2.13
+49 3581 374-4246
keyboard_arrow_up