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20. April 2020

Detox – Der Selbstversuch

Wie du trotz Homeoffice Körper und Geist in Einklang bringst.


Foto: Georg Wallenberg

Egal wo man zurzeit hinsieht, ob Facebook, Instagram oder YouTube, ja sogar die Eltern reden davon. Gesunde Ernährung, selber kochen, Sport machen, Me-Time…

Auch das Wort Detox hört und liest man vermehrt. Doch was ist dieses Detox überhaupt? Detox kommt aus dem Englischen und steht sozusagen dafür, physiologisch oder medizinisch toxische Substanzen zu entfernen. Das hört sich jetzt erstmal hochtrabend an, doch es ist ganz einfachen und simpel. So geht es im medizinischen Bereich schlicht und ergreifend darum, seinen Körper zu reinigen und so zu neuer Lebensenergie zu gelangen.

Diese Energie brauchen wir Studenten gerade in der momentanen Situation, damit uns nicht die Decke auf den Kopf fällt und wir unser Studium trotzdem fortsetzten können. Hierbei sind wir auch auf euch Unterstützung angewiesen.


Ihr würdet ganz viel Liebe und Dank von uns erhalten, wenn ihr fünf Minuten eurer kostbaren Zeit aufbringen könntet, um unsere Umfrage zu beantworten.


Dadurch würdet ihr nicht nur uns einen Gefallen tun und positives Karma ernten, sondern auch der lokalen Eislaufbahn in Bautzen helfen.Durch die anschließende Auswertung können sie ihre Produkte besser an eure Bedürfnisse anpassen. Also los geht’s!

 

Wie alles begann

Doch nun möchte ich euch heute zwei verschiedene Arten von Detox vorstellen. Beide habe ich bereits selber ausprobiert und gemerkt, wie gut sie für mich sind. Zum einen kannst du durch eine Detox-Ernährungsumstellung deinen Körper von allen angesammelten Schadstoffen befreien und reinigen. In meinem Selbstexperiment habe ich mich für die ‚härteste‘ Variante entschieden, und mich drei Tage lang nur mit Smoothies und Suppe ernährt. Zudem stand jeden Tag mindestens eine Stunde Sport auf dem Programm. 

Da mir zurzeit schnell die Decke auf den Kopf fällt, bin ich jeden Tag eine Stunde spazieren oder joggen gegangen. Natürlich kann man auch hier ein Home Workout machen. Dazu gibt es auf Instagram oder YouTube genügend verschiedene Anleitungen.


Vom Alltag zum Detox

Um den Effekt zu verstärken ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit, in Form von Wasser oder Kräutertee zu sich zu nehmen. Allerdings sollte man in dieser Zeit auf Koffein, sprich Kaffee, Grün- und Schwarztee verzichten. Auch mein heißgeliebter Matcha Tee fiel daher in diesen drei Tage aus. Um am Morgen meinen Kreislauf in Schwung zu bringen, habe ich mir seitdem angewöhnt, einen halben Liter Zitronenwasser zu trinken. Da ich morgens immer noch sehr verschlafen bin, presse ich einfach am Abend zuvor eine halbe Zitrone in ein großes Glass und fülle es mit Leitungswasser auf. Auf diese Menge würde ich euch nicht empfehlen, spritziges Wasser zu nehmen, da man den halben Liter in möglichst kurzer Zeit trinken sollte – sprich, ex und weg.


Vorbereitung ist das A & O

Doch nun zum interessanten Teil. Über Pinterest habe ich mir einige Tage vorher Rezepte gesammelt, die ich in den drei Tagen ausprobieren wollte. Zum einen eine Detox-Gemüsesuppe. Da ich - wie viele von euch auch – dank Corona, nur noch für mich koche, hat die Suppe für alle drei Tage zum Mittagessen ausgereicht, sodass ich mir nur frühs und abends frische Smoothies gemacht habe. 

Ihr braucht:

  • 1 1/2 EL Kokosöl
  • 2 Mittel große Zwiebeln, (geschält und klein gehackt)
  • 2 Mittel große Rote oder Gelbe Bete, (geschält und klein gehackt)
  • 2 Große Karotten, (geschält und klein gehackt)
  • 1/2 Rote Paprika, (entkernt und klein gehackt)
  • 5 Selleriestangen, (klein gehackt)
  • 1/2 Fenchelknolle, (klein gehackt)
  • 1/2 Habanero Chilischote ((oder auch weniger))
  • 2 Daumen große Ingwerstücke, (geschält und klein gehackt)
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 500 ml Wasser
  • 1/2 TL Meersalz, (oder auch mehr nach Geschmack)
  • 200 ml Bio Kokosmilch

Ich muss sagen, am Anfang war ich etwas abgeschreckt von diesem Rezept, da ich kein besonders großer Fan von Selleriestangen oder Fenchel bin. Doch siehe da, die Suppe hat einfach fantastisch geschmeckt und eine wohltuende Wärme in meinem Körper ausgestrahlt.


Der etwas andere Drink

Da die Geschmäcker ja verschieden sind, habe ich euch hier mal eine Übersicht rausgesucht, was man denn so alles in seinen Smoothie reinmischen kann. Ich habe mich ganz bewusst dazu entschieden, mindestens ein Mal am Tag einen grünen Smoothie zu trinken. Also gab es für mich morgens immer einen nur mit Früchten. Beim Mixen könnt ihr euch wirklich austoben und gerne eure Lieblingsfrüchte verwenden, denn es soll uns ja guttun und schmecken. Ich liebe zum Beispiel Mangos, Ananas und Kiwis im Smoothie. Der Kreativität sind hier also keine Grenzen gesetzt. Wer es etwas würziger mag, kann auch gerne Ingwer verwenden. Das verleiht dem Ganzen nochmal etwas pepp. 

Was ihr auf jeden Fall beachten solltet, ist, dass ihr euch vorher Gedanken macht, welche Zutaten ihr für eure Drei-Tage-Detox-Kur benötigt. Nicht nur da man in der aktuellen Situation nicht jeden Tag einkaufen gehen solltet, auch wird so vermieden, dass ihr Lebensmittel und Süßigkeiten zu Hause habt, die während des detoxen eher schädlich und somit unnötige Verlockungen darstellen. Falls ihr bedenken habt, dass die Zutaten dann nicht mehr frisch genug sind, habe ich auch einen tollen Trick für euch auf Lager. 

Schneidet einfach die Zutaten, die ihr für euren Smoothies ausgewählt habt in mittelgroße Stücke, packt sie in eine Tupperbox und friert sie ein. So könnt ihr euch morgens, schnell und einfach eine super leckere detox Smoothie-Bowl zubereiten. Dazu müsst ihr einfach die gefrorenen Zutaten in einen Mixer geben und etwas Flüssigkeit hinzufügen und tada – eine fertige Smoothie-Bowl. Denn nicht vergessen, vor allem währen Detox isst das Auge mit.


Leider geil

Ich muss sagen, ich habe mir die drei Tage wesentlich härter vorgestellt, mit Kopfschmerzen und ständigem Hunger. Doch das war zum Glück bei mir gar nicht der Fall. Sobald ich etwas Hunger verspürt habe, habe ich einfach etwas Wasser oder Tee getrunken. Da ich normalerweise nicht sehr viel trinke, konnte ich so sicherstellen, dass ich auch die ausreichende Flüssigkeit zu mir genommen habe. Alles in allem war es leicht, sich nur flüssig zu ernähren und auch der Sport tat wirklich gut. Seit dem fühle ich mich einfach viel fitter und durchhaltungsfähiger.

Also ich habe mir für die Zukunft fest vorgenommen, mich jede Woche einen Tag nach diesen Detox Tipps zu ernähren. Selbst, wenn Corona überstanden ist und wir zu unserem gewohnten Alltag zurückkehren können, ist es nicht schwierig dies ein Mal in der Woche durchzuführen. Eine Suppe ist schnell gekocht und auch die Smoothies lassen sich schnell und einfach vorbereiten und sind auch super geeignet, um sie zum Beispiel in die Uni oder ins Büro mit zu nehmen. Hierbei kann man ja so viel Abwechslung wie man möchte ein bringen und einfach abends, wenn man zu Hause ist und Zeit zum Kochen hat eine Suppe zubereiten und genießen und dafür mittags einen mitgenommenen Smoothie trinken. 


Mal was Anderes

Die zweite Art des Detoxen benötigt nicht so viel Vorplanung, hat aber einen ähnlichen Effekt. Hier geht es jedoch um den physiologischen Bereich, sprich unser Gehirn und unsere Gefühle. Ich habe gemerkt, dass ich seit den Ausgangsbeschränkungen, viel zu viel Zeit vergolde und am Handy hänge oder sinnlose Sachen im Internet anschaue. Vermehrt dachte ich mir dann „Oh wie cool sieht das denn aus! Sowas brauche ich auch.“, „Wieso kann ich nicht so toll kochen?“, „Warum haben alle anderen so eine schöne Wohnung und bei mir herrscht nur Chaos?“, „Wieso kann ich nicht so toll heimwerken?“ und und und. Alles negative Gedanken, die ich sonst in meinem Alltag nicht habe, da ich auch gar nicht so viel Zeit habe, im Internet abzuhängen. 

Durch meine vorherige Recherche zum Thema Detox, bin ich dann auch auf den Teil gestoßen, in dem man versucht, so wenig wie möglich Social Media zu verwenden. Bitte versteht mich nicht falsch, irgendwie gehört ja Social Media zu unser aller Leben. Genauso zu meinem, sonst würde ich diesen Beitrag nicht für euch verfassen. Vor allem jetzt brauchen wir auch diese Technik, um mit unseren Liebsten in Kontakt zu bleiben und nicht voll kommen durchzudrehen. Aber ich habe für mich gemerkt, dass es einfach in letzter Zeit zu viel und zu ungesund wurde. Ich habe nämlich eine tolle Wohnung und ich kann mein Essen vielleicht nicht so toll wie die ganzen anderen Instagram-Blogger anrichten, aber trotzdem schmeckt es fantastisch und ist meistens sogar gesund.

 

Jeder Anfang ist schwer

Zu Beginn habe ich mir überlegt, bei welchen Kleinigkeiten man auf Social Media verzichten und auf herkömmliche Medien zurück zu greifen kann. Doch ihr kennt mich ja, ich brauch es immer extrem. Also einen Tag ohne Social Media!!!

Da ich nicht nur auf Social Media, sondern gleich auch noch auf meinen Laptop und mein Handy verzichten wollte, habe ich mich dazu entschlossen, mein Experiment an einem Samstag durchzuführen. Fall ihr es mir nachmachen wollt, könnt ihr natürlich auch jeden anderen Wochentag dazu auswählen. Ich habe allerdings unter der Woche immer Vorlesungen per Skype und kann daher an diesen Tagen nicht darauf verzichten. 

Also los geht’s. Eigentlich beginnt es ja schon mit dem Wecker stellen. An einem Samstag eher untypisch, aber diese Erfahrung wollte ich nicht missen. Somit erstmal auf den Dachboden und einen analogen Wecker runterholen. Anstelle der Tagesschau im Bett, musste ich nun aufstehen und an den Briefkasten gehen, um die Zeitung vor meinen Eltern zu erwischen (sie wohnen im gleichen Haus, wir haben allerdings getrennte Wohnungen und sehen uns nicht wirklich auf Grund der aktuellen Lage.). Somit wurde aus einem sonst halbstündigen Samstagsfrühstück eher ein Bruch über fast 1,5 Stunden. Danach wollte ich automatisch zu meinem Handy greifen, um meine Nachrichten zu checken. Zum Glück war ich so voraussichtig und habe es am Abend zu vor ausgeschaltet. Ja, auf einmal hatte ich sehr viel Zeit zur Verfügung und musste erst mal überlegen, was ich damit anfange – denn anrufen konnte ich ja auch niemanden, denn wer hat den heutzutage noch ein Festnetztelefon? Ich hatte Glück mit dem Wetter und gönnte mir daher einen ausgiebigen Spaziergang und stellte fest, dass es in meiner Nachbarschaft noch viele neu zu entdeckende Orte gibt. Da ich meine Kamera dabeihatte, spielte ich einfach Tourist in der eigenen Stadt – leider ohne typischen Kaffeebesuch. Den gab es dann zu Hause auf meinem Balkon. Ok, den Tag konnte ich gut ohne eine Art von digitalen Medien verbringen. Doch was mache ich nun am Abend ohne Netflix? Als erstes kochte ich mir mein Lieblingsessen und machte es mir bei Kerzenschein auf meinem Balkon mit einer (oder zwei) Falschen Wein gemütlich. Während ich aß, fiel mir ein, dass ich zu meinem letzten Geburtstag ein Buch von meinen Eltern geschenkt bekommen hatte. Als ich das nächste Mal von meinem Buch hochblickte, war es bereits nach Mitternacht.

Take it easy

Also Leute, Butter bei die Fische. Für ein, zwei Tage ist es super easy auf digitale Medien und somit auch auf Social Media zu verzichten. Vor allem da sich zurzeit alles nur noch um Corona dreht und man das irgendwie gar nicht mehr verarbeiten kann. Allerdings würde ich nicht noch länger am Stück darauf verzichten wollen, da mir der Kontakt zu meiner Familie und meinen Freunden auf Dauer schon sehr fehlen würde. Trotzdem muss ich sagen, dass es sehr gut getan hat, das Handy mit Instagram und Facebook für einen Tag mal auf Seite zu legen und so den Kopf wieder frei zu bekommen. Ich denke, es ist für uns alle wichtig, dass wir nicht in dem Sumpf von Social Media versinken – gerade jetzt, wo wir dafür so viel Zeit hätten. Nehmt euch Lieber mal ein Buch zur Hand oder seid irgendwie anders kreativ. Davon hat man viel mehr.

Ich hoffe mein Beitrag hat euch gefallen und ihr könnt in euren Alltag ein paar Sachen mitnehmen oder auch die Experimente selbst ausprobieren.


Lasst mir gerne ein paar Anregungen und Feedback da und vergesst bitte nicht, an der Umfrage teilzunehmen.


Bis zum nächsten Mal. Haltet die Ohren steif und bleibt gesund. #stayhome


Georg von Wallenberg WTm19

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