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Lausitz - Blühende Landschaft 2.0?

18. Okt. 2018
Die Teilnehmer diskutieren leidenschaftlich.

Die Teilnehmer diskutieren leidenschaftlich.

Zur Eröffnung des Wissenschaftsjahres trafen sich Organisationen in der HSZG zur Diskussion über den Strukturwandel.

 

Zur Eröffnung des Wissenschaftsjahres 2018/2019 lud die HSZG Gäste aus der Umgebung ein, die den Strukturwandel in der Lausitz mitgestalten. Vertreter großer und kleinerer Organisationen stellten sich bei dem Netzwerktreffen kurz vor und diskutierten, wie nach dem Braunkohleausstieg die Industrie und Bevölkerung in der Lausitz gehalten und die Zukunft lebenswert gestaltet werden kann.

 

Können also auf den alten Kohlehalden in Zukunft blühende Landschaften entstehen?

 

Zu Beginn schilderte Heike Zettwitz die Situation im Landkreis Görlitz aus der Sicht der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH. Hier wurden die vielen guten vorhandenen Ansätze, aber auch bestehende Restriktionen und Schwierigkeiten deutlich. Die Wirtschaftsinitiative Lausitz e.V. wurde durch Katrin Bartsch vertreten. Sie setzt sich unter anderem gezielt für Start-Ups von Lausitzern ein und betreut Unternehmer von der Idee bis zur Umsetzung. Diana Schieback vom Bündnis Zukunft Oberlausitz (BZOL) gab einen Überblick über ihre Organisation.

 

Frank Großmann von der Industrie- und Handelskammer Dresden verdeutlichte in seiner Minipräsentation, wie Industrie und Handel den Strukturwandel der Lausitz mitgestalten. Ihre Stärke liegt in der Unterstützung bereits bestehender Initiativen, um keine Doppelstrukturen aufzubauen. Die Berufsakademie Bautzen, in der der Nachwuchs für die ansässigen Unternehmen gefördert und ausgebildet wird, wurde von Katharina Sende vorgestellt. Olaf Franke diskutierte für die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH mit und erklärte, wie das neue Tourismuskonzept der Region Oberlausitz funktioniert. Günter Küpper präsentierte das kinder- und familienfreundliche Geozentrum Zittau, bevor Kirstin Zinke, die Leiterin der Energiefabrik Knappenrode, kurz zu dessen Bedeutung für die Entwicklung der Region referierte. Sie erzählte anhand des Beispiels Knappenrode von historischen Migrationsbewegungen junger Männer, die die Brikettfabrik aufbauten, dann ihre Familien nachholten und in einer arbeitsnahen Siedlung ein Leben aufbauten.

 

Erfreulich viele Gäste fanden den Weg in den Hörsaal.

 

Ute Wolf vom Jobcenter des Landkreises Görlitz knüpfte den thematischen Kontakt zu Arbeitgebern in der Region. Das Angebot zum Basteln und Entdecken von handwerklichen Fähigkeiten im Polytechnischen Werkraum Zittau und dem Freiraum Zittau e.V. brachte Lukas Stöckmann ein.

 

Die anschließende Diskussion, ebenso moderiert wie die vorhergehenden Beiträge von Antje Hermenau, bot den Rahmen, gemeinsam mit allen Besuchern Pläne darüber zu schmieden, wie das Leben in der Lausitz verbessert werden kann. Dabei hielten sich alle Beteiligten an den Grundsatz, sich gegenseitig zuzuhören, unterschiedliche Perspektiven einzubringen und andere Meinungen auszuhalten. Deutlich wurde bei vielen Beiträgen die Dringlichkeit der Thematik - über die Zukunft der Lausitz wird heute und in den nächsten Monaten entschieden!

 

Beim Ausklang bei Getränken und Häppchen konnten Ideen und Eindrücke im kleineren Kreis besprochen werden. Die Lausitz ist mehr als die Summe ihrer Egoismen und eine produktive Zusammenarbeit der einzelnen Akteure wurde von allen Teilnehmenden als ein gewinnbringendes Ziel angesehen. Die Veranstaltung war somit ein kleiner, aber wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

 

Text: Kristin Wappler, Martin Kunack

Bilder: Martin Kunack

 


Kontakt:

Martin Kunack

Standortmanager Saxony5

Hochschule Zittau/Görlitz

Zentrum für Innovation und Technologietransfer (ZIT)

Telefon: +4935836124793

Mail: Martin.Kunack@hszg.de

Letzte Änderung:16. März 2017

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