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Internationales Symposium „Ich kam, sah und ging“

06. Dez. 2018

Genau vor fünf Jahren feierte die Europa-Universität Viadrina die Gründung einer Stiftung Karl-Dedecius-Literaturarchiv. Zum 5-jährigen Jubiläum lud die Frankfurter Viadrina zu einem wissenschaftlichen Symposium ein.

Am 28. November 2013 feierte die Europa-Universität die Gründung der neuen Treuhandstiftung Karl Dedecius-Literaturarchiv. Die Stiftung setzt sich zur Aufgabe, aktiv für den deutsch-polnischen Dialog zu wirken, indem sie sich der Erforschung, Übersetzung und Vermittlung der polnischen Literatur in Deutschland und der deutschen Literatur in Polen  sowie der Erforschung der Rezeption der polnischen Literatur im deutschen Sprachraum widmet. 


Aus Anlass des Jubiläums wurde am 29. November 2018 am Collegium Polonicum im polnischen Slubice ein internationales Symposium vorbereitet, das neben einem Rückblick auf die Aktivitäten der Stiftung dem aus Schlesien stammenden Schriftsteller Henryk Bereska (1926-2005), einem der wichtigsten Übersetzer aus dem Polnischen in die deutsche Sprache, gewidmet war. Sowohl in Deutschland als auch in Polen wurde er sehr geschätzt, wovon u.a. seine Ehrendoktortitel an der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen sowie an der Universität Wrocław zeugen. 


Das Symposium wurde eröffnet durch die Präsidentin der Europa-Universität Viadrina Prof. Dr. Julia von Blumenthal und Dr. Ulrich Bopp von der Robert Bosch Stiftung. Die Veranstalter haben zum Symposium namhafte Wissenschaftler aus Polen und Deutschland (u.a. Prof. Dr. Gabriela Matuszek, Jagiellonen-Universität Krakau; Prof. Dr. Grażyna Szewczyk, Slesische Universität Kattowitz; Prof. Dr. Heinrich Olschowsky, Polonist, Berlin) eingeladen.


Dr. Sławomir Tryc (Fakultät Management- und Kulturwissenschaften) sprach am Beispiel von Henryk Bereska über die Rolle der Übersetzer und Schriftsteller als Mittler in der auswärtigen Kulturpolitik. Er erinnerte u.a. an die Worte von Jeremias Roter, den um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert lebenden Polnischlehrer am  Maria-Magdalena-Gymnasium in Breslau: „Dass eine Nation die ander verstehen möge”, Worte die auch heute durch die deutschen und polnischen Kulturmanager als Quintessenz des internationalen  Kulturdialogs verstanden werden sollen.

(v.l.n.r) Dr. Sławomir Tryc, Frau Gilda Bereska (Witwe eines der besten Übersetzers der polnischen Literatur ins Deutsche Henryk Bereska) und Prof. Dr. Heinrich Olschowsky (berühmtester Polonist)

 

Kontakt:

Dr. Sławomir Tryc

Fakultät Management- und Kulturwissenschaften 

Telefon: 03581 374 - 4350

E-Mail: s.tryc@hszg.de

 

Fotos: S. Tryc

Letzte Änderung:16. März 2017

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